Willkommen auf der Info-Seite von 100% ÖKO.
Hier bekommen Sie Informationen darüber, was 100% ökologisch verarbeitete Produkte auszeichnet. Sie erfahren hier auch, welchen Beitrag zum Umweltschutz und zur Erhaltung der Artenvielfalt Sie beim Kauf von "100% ÖKO"-Produkten leisten.
Ökologisch denken und handeln
In der weltweiten Umweltdiskussion steht heutzutage der Klimaschutz und die Vermeidung der Treibhausgase im Vordergrund. Neben dem Klimawandel nähern wir uns aber auch den Grenzen der Belastbarkeit von Wäldern, Ackerland, Fischgründen, Flüssen und Trinkwassersystemen. Der Raubbau an der Natur zeigt immer deutlicher seine Auswirkungen. Die Regenerationsfähigkeit des Ökosystems Erde kommt immer mehr unter Druck.
Deswegen ist es wichtig, ökologisch zu denken und mit ökologischem Bewusstsein zu handeln. Es gilt, mit den Mitteln, die jedem einzelnen zur Verfügung stehen, Dinge zu tun, die sich mittel- und langfristig auf das Ökosystem positiv auswirken, also nachhaltig sind.
Nachhaltige Entwicklung ist als Entwicklung definiert, die die Bedürfnisse der heutigen Generation befriedigt, ohne die Fähigkeit der künftigen Generation zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse befriedigen zu können. (Weltkommision für Umwelt und Entwicklung)
Was ist "100% ÖKO"?
"100% ÖKO" ist eine Auszeichnung für Lebensmittel, die 100% ökologisch verarbeitet werden. "100% ökologisch verarbeitet" beinhaltet den ausschliesslichen Einsatz von 100% ökologisch sauberer Energie bei der Produktion der Lebensmittel. Dieses hochgesteckte Ziel kann am besten durch eine betriebseigene Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen erzielt werden.
Wussten, Sie, dass ...
... 20% der Treibhausgas-Emissionen weltweit durch die Herstellung von Lebensmitteln verursacht werden?
50-75% davon entstehen bei der Erzeugung der Agrarprodukte selbst, der Rest bei der Weiterverarbeitung.
Kittelmühle, Hersteller von Mehlprodukten mit der "100% ÖKO"-Auszeichnung:
"Die Weiterverarbeitung landwirtschaftlicher Rohstoffe zu Lebensmitteln ist energieintensiv. Deshalb ist eins unserer Hauptanliegen, den Faktor Energie soweit zu kontrollieren, dass Treibhausgas-Emissionen komplett vermieden werden können."
Mit dem Kauf eines "100% ÖKO"-Produkts tragen Sie aktiv zum Umweltschutz sowie zur Erhaltung unserer Natur und der Artenvielfalt bei.
Kittelmühle, Hersteller von Mehlprodukten mit der "100% ÖKO"-Auszeichnung:
"Als Betrieb, der Agrarprodukte direkt weiterverarbeitet, legen wir großen Wert auf die Erhaltung der Ökosysteme und der Biodiversität. Nur durch hochwertige Rohstoffe, die ihre Qualität aus einem intakten landwirtschaftlichen Umfeld beziehen, können wir die Qualität und Reinheit unserer Produkte sichern und garantieren."
Das Gütesiegel "100% ÖKO"
Das "100% ÖKO"-Gütesiegel gibt Ihnen die Garantie, dass mit diesem Siegel ausgezeichnete Produkte 100% ökologisch verarbeitet worden sind. 100% ÖKO bedeutet:
- Einsatz 100% ökologisch sauberer Energie
- keine CO2-Emissionen bei der Produktherstellung
- größtmögliche Minimierung des ökologischen Fussabdrucks
- frei von Zusatzstoffen und Gen-Technik
"100% ÖKO" und der Umweltschutz
Was trägt ein "100% ÖKO"-Produkt zum Umweltschutz bei?
Die Umwelt schützen bedeutet:
Größtmögliche Minimierung des ökologischen Fussabdrucks
Der Ökologische Fussabdruck
Der Ökologische Fussabdruck ist ein Indikator dafür, wie stark der Mensch die Ökosysteme und die Artenvielfalt beansprucht. Er ist in den letzten vier Jahrzehnten um 80% angewachsen. Weltweite Footprint-Daten zeigen, dass die Ausbeutung der Ressourcen und die CO2-Emissionen um 40% das Volumen übersteigen, das die Natur in der gleichen Zeit zu regenerieren und absorbieren in der Lage ist.
Wussten, Sie, dass ...
... sich die Größe des weltweiten Ökologischen Fussabdrucks von 1966 bis 2007 verdoppelt hat?
Bei der Verarbeitung der "100% ÖKO"-Produkte wird darauf geachtet, den Ökologischen Fussabdruck so niedrig wie möglich zu halten. Jede menschliche Aktivität verursacht einen Ökologischen Fussabdruck. Schon die Bewirtschaftung von landwirtschaftlichen Nutzflächen zur Nahrungsmittelproduktion wie beim Getreide verursacht einen beträchtlichen ökologischen Fussabdruck. Deshalb ist es wichtig, den Ökologischen Fussabdruck da zu minimieren, wo es technisch möglich ist.
Die Umwelt schützen bedeutet:
Keine CO2-Emissionen bei der Produktherstellung
Der CO2-Fussabdruck
Der Begriff des CO2-Fussabdruck bezeichnet die Menge an Kohlenstoffdioxid (CO2) in Tonnen, die durch eine Aktivität verursacht wird. Der CO2-Anteil am Ökologischen Fussabdruck ist jedoch umfassender definiert. Damit wird die Grösse der Waldfläche definiert, die benötigt wird, um alle CO2-Emissionen aufzufangen – abzüglich der Emissionen, die von Ozeanen aufgenommen werden. Die Waldfläche spiegelt den Flächenbedarf für das Verbrennen fossiler Energieträger wider.
Da das CO2 aus fossiler Energie ungefähr 50% des gesamten Ökologischen Fussabdrucks ausmacht, ist eine Verringerung des CO2-Fussabdrucks essentiell, um zur Entlastung des strapazierten Ökosystems Erde beizutragen.
Die Umwelt schützen bedeutet:
Einsatz 100% ökologisch sauberer Energie
Für die Weiterverarbeitung der "100% ÖKO"-Produkte wird ausschliesslich 100% ökologisch saubere Energie aus erneuerbaren Stromquellen eingesetzt. Somit ist gewährleistet, dass weder Energie aus fossilen Brennstoffen noch Atomstrom aus importierten ausländischen Stromlieferungen während des Produktionsprozesses zum Einsatz kommen.
Kittelmühle, Hersteller von Mehlprodukten mit der "100% ÖKO"-Auszeichnung:
"Für den Betrieb der Mühle beziehen wir den Strom von einem hauseigenen Kleinwasserkraftwerk an der Erlauf. Hier wird 100% sauber und ökologisch der gesamte Strom erzeugt, den wir in der Mühle benötigen."
Wussten, Sie, dass ...
... der in der Kittelmühle durch Wasserkraft erzeugte Strom, der nicht für den Mühlenbetrieb verwendet wird, an die umliegenden Gemeinden abgegeben wird?
Die Umwelt schützen bedeutet:
Ohne Zusatzstoffe und ohne Gentechnik produzieren
Die "100% ÖKO"-Produkte sind alle garantiert ohne Zusatzstoffe hergestellt. Nahrungsmittel mit ökologischer Verantwortung zu produzieren bedeutet auch gentechnik-freie Rohstoffe einzusetzen.
Wie errechnet sich der CO2-Ausstoß?
CO2-Ausstoß einer Mühle mit konventioneller Energieversorgung
Ausgehend von einer Mühle, die durchschnittlich ca. 10 kWh pro 100 kg Mehl aufwendet, ergibt sich für eine jährliche Mehlproduktion von 30.000 t Mehl ein Energieaufwand von 3.000 MWh.
Berechnung jährlicher CO2-Ausstoß:
3.000 MWh = 3.000.000 kWh
3.000.000 kWh x 0,155 kg/kWh* = 465.000 kg
Das Gewicht des jährlichen CO2-Ausstoß beträgt: 465.000 kg CO2
Umrechnung kg in m3:
Dichte von CO2: 1,97 kg/m3 = 1977 g/m3
465.000 kg (CO2-Ausstoß pro Jahr) : 1,97 kg/m3 = 235.205 m3
Das Volumen des jährlichen CO2-Ausstoß beträgt: 235.205 m3 CO2
Bei einem Berechnungsfaktor von 0,155 kg/kWh für den durchschnittlichen CO2-Ausstoss von Elektrizität aus dem österreichischen Stromnetz* entspricht der Energieaufwand von 3.000 MWh ungefähr 465 t (465.000 kg) an CO2-Ausstoß im Jahr, als Volumen ausgedrückt ca. 235.200 m3.
Das entspricht 4.276 Silo-Tiefladern mit je 55 m3 Fassungsvolumen. In einer Linie aneinandergereiht ergeben 4.276 Tieflader eine Strecke von 75 km, also die Strecke vom Wiener Westbahnhof bis zum Bahnhof St. Pölten in Niederösterreich. Das ist die Menge an jährlichen CO2-Emissionen, die eine Mühle mit einer Mehlproduktion von 30.000 t im Jahr vermeiden kann, wenn ausschliesslich Erneuerbare Energien eingesetzt werden.
* 155 g (0,155 kg) CO2-Ausstoß pro Kilowattstunde Netzstrom - Energiemix Österreich (aus:
www.oesterreichsenergie.at - Stand 2008)
CO2-Ausstoß bei der Herstellung von 1kg Mehl
CO2-Ausstoß pro 1 kg Mehl:
Energieaufwand: 0,1 kWh pro 1kg Mehl
0,1 kWh x 155 g/kWh* (CO2) = 15,5 g CO2
Dichte von CO2: 1,97 kg/m3 = 1977 g/m3
15,5 g : 1977 g/m3 = 0,00784 m3 = 7,8 Liter = 10,45 Flaschen Wein gefüllt mit CO2-Gas.
1 kg "100% ÖKO"-Mehl vermeidet 15,5 g CO2-Ausstoß. In Volumen ausgedrückt entspricht es einer Menge von 10,5 Weinflaschen (a 0,75 l), die mit dem CO2-Gas angefüllt sind.
* 155 g (0,155 kg) CO2-Ausstoß pro Kilowattstunde Netzstrom - Energiemix Österreich (aus:
www.oesterreichsenergie.at - Stand 2008)
Wussten, Sie, dass ...
... die Kittel Mühle seit 1906 den Strom für die Mühle aus einem eigenen Kleinwasserkraftwerk bezieht?
Dadurch wurden in der Mühle bis 2010 insgesamt ca. 30.000 Tonnen CO2 vermieden.
"100% ÖKO"-Produkte
Mit dem "100% ÖKO"-Gütezeichen sind folgende Produkte ausgezeichnet: “ ” „
Die Produkte des Haushaltsmehlsortiments Kochlöffel Mehl aus der Kittel Mühle in Plaika an der Erlauf (Niederösterreich).
Sauberer ÖKO-Strom für "100% ÖKO"
Ein hauseigenes Kleinwasserkraftwerk am nahegelegenen Fluss Erlauf erzeugt saubere Energie aus Wasserkraft, mit der die "100% ÖKO"-Mehle der Kittelmühle hergestellt werden. Das Kraftwerk mit einer Leistung von XX MW beliefert darüberhinaus die umliegenden Gemeinden direkt mit Ökostrom. Ca. 250 Haushalte werden mit diesem Strom versorgt.
Wasserkraft zur Herstellung von Mehl
Schon 1907 erhielt die Kittelmühle eine Konzession zum gewerbsmäßigen Betrieb einer mit dem Erlass der k. k. Bezirkshauptmannschaft Melk genehmigten Anlage zur Erzeugung und Leitung von Elektrizität. Ohne Unterbrechung wird seitdem die Mühle ausschliesslich mit Strom aus Wasserkraft gespeist.
Kittelmühle, Hersteller von Mehlprodukten mit der "100% ÖKO"-Auszeichnung:
"Wir nutzen die Wasserkraft aus Tradition. Das uralte Prinzip der Wassermühle, die die Energie des Wassers zum Mahlen des Getreides verwendet, ist hier modern und zeitgemäß umgesetzt. Was damals eine geeignete Form der Energiegewinnung an Flüssen war, ist heute im Zeichen der Energiewende hin zu Erneuerbaren Energien eine verantwortungsvolle, ökologische Lösung im Sinne moderner Energiepolitik."
Geschäftsfeld Ökostrom
Die Kittelmühle betreibt neben dem Kleinwasserkraftwerk an der Mühle noch weitere Kleinwasserkraftwerke. Seit 1999 ist sie auch im Bereich Windkraft tätig. Das Motto "100% ÖKO" umfasst alle Geschäftsbereiche der Kittelmühle.
Weiterführende Infos zum Geschäftsfeld Ökostrom:
www.kittelmuehle.at/index.php/oekostrom/stromkunden
ÖKO-Strom in Österreich
Einige Zahlen:
Inländische Energieproduktion
Erneuerbare Energien decken in Österreich 78,4% der inländischen Energieproduktion ab. Im Jahr 2010 trug die inländische Energieerzeugung 32,9% zur Deckung des Bruttoinlandsverbrauchs bei.* Der Rest musste importiert werden. Bei den Energieimporten dominieren die fossilen Brennstoffe (Erdöl, Gas und Kohle) mit insgesamt 91,7 %.
(* Quelle: BMWFI - Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend, Energiestatus 2010)
Anteile der verschiedenen Erneuerbaren Energien an der inländischen Ökostrom-Erzeugung
| Wasserkraft |
Windkraft |
Biomasse |
Solarenergie |
| 56,8% |
3,2% |
6,1% |
0,03% |
(Quelle: Europäische Kommission, Statistical Pocketbook 2010)
Wussten, Sie, dass ...
... zwischen 1990 und 2009 der Stromverbrauch in Österreich insgesamt um 42% angestiegen ist und im gleichen Zeitraum die Erzeugung von Ökostrom um 49,5% zugenommen hat.
Kleinwasserkraft in Österreich
Derzeit speisen mehr als 2.600 Kleinwasserkraftwerke CO2-freien Ökostrom in das öffentliche Versorgungsnetz ein. Sie decken damit ca. 9% des österreichischen Strombedarfs und versorgen rund 1,6 Mio. Haushalte (mehr als 50% der Haushalte) mit elektrischer Energie. Diese Strommenge entspricht in etwa der Produktion von fünf bis sechs Donaukraftwerken in der Größe von Wien-Freudenau (Stand 2009).
Durch die Nutzung der Kleinwasserkraft in Österreich können jährlich rund 4,1 Mio. Tonnen CO2 eingespart werden, die bei der Stromproduktion aus fossilen Energieträgern entstehen würden.
Mehr Infos zur Kleinwasserkraft in Österreich erhalten Sie hier.
www.kleinwasserkraft.at